Grundübungen

Essentielle Grundlagen sind Stand und Atmung sowie das Üben der Wahrnehmung seiner selbst und seiner Umgebung mit allen Sinnen. Wichtiger Bestandteil sind auch Tritte und das Ablenken von Kräften mit den Beinen. Dasselbe erfolgt mit den Händen, die nicht nur als Griff oder Schlagwerkzeuge eingesetzt, sondern vielmehr als vermittelndes Kontaktwerkzeug wahrgenommen werden. Arme und Beine werden als Sinneswerkzeuge geübt. In Folge wird die Verbindung mit meinem Werkzeug, dem Bo, vertiefend wahrgenommen und geübt. Diese Übungen bestehen aus Kreisbewegungen, Handdrehungen, Beidhandtechniken und Wirbeln, in Kombination mit Arm– und Beintechniken.


Katas

Katas bestehen aus einer Reihe von festgelegten Bewegungen, in denen der Übende Koordination, Fluss und Bewusstsein übt. Sie führen das Erlernte über Atmung und Bewegungsfluss zusammen. Es gibt kleine Katas mit 4 und große mit bis zu 20 Bewegungsabläufen mit unterschiedlichen räumlichen Ausrichtungen. Je weiter sich ein Schüler entwickelt, desto mehr kann er die Kata interpretieren und von der anfänglich erlernten Form spielerisch abweichen, ohne jedoch die traditionelle Form dahinter zu vergessen. Das Üben von Katas schärft die Konzentration und kann durch die Versenkung zu einem meditativen Zustand führen. Man wird zur Kata.


Schattenkampf

Schattenkampf hingegen ist das freies Üben mit einem oder mehreren Partnern, bei dem das Gelernte intuitiv angewandt wird. Schattenkampf kann je nach Situation langsam bis dynamisch ausfallen und vermittelt für mich die Höchstform der Kommunikation und meinen Mitmenschen. Dialog pur mit reichlich Spaß.